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KT 40: Bildungspolitik - Wer kümmert sich um uns?

Für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland ist die Ausbildung und Bildung seiner Bürger von höchster Wichtigkeit. Aber nicht nur der Erfolg unserer Gesellschaft als Ganzes, auch die individuelle Zufriedenheit und Lebensplanung jedes einzelnen hängt maßgeblich von Prozessen in Bereichen der Bildung ab. Aktuelle Entwicklungen und Überlegungen zum Thema Bildung mit speziellem Fokus auf die akademische Bildungslandschaft behandelt der Karlsruher Transfer in seiner 40. Ausgabe.

Wir wünschen Ihnen eine interessante und spannende Lektüre der Artikel, in denen unsere Autoren dem Thema der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung auf den Grund gehen!

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KIT - ein MIT light

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident des KIT

Karlsruhe Transfer (KT):
Sie studierten Physik in Göttingen und promovierten in Lausanne. Wie beurteilen Sie die Qualitätder Ihnen gebotenen Lehre aus heutiger Sicht?

Das Studium der Physik in Göttingen war sehr gut und anspruchsvoll. Ich habe die Physik dort kennengelernt und sehe sie als klassisch deutsche Physikausbildung, die mich exzellent für meine damalige Weiterbildung
in der physikalischen Chemie und meine spätere Promotion in Lausanne vorbereitet hat...[weiterlesen]

 

Forschung: Schatten der Elite

Am Ende des 19. Jahrhunderts war die deutsche Universität ein Exportschlager. Sie war das Modell für die Reform der US-amerikanischen Universitäten und begründete die Motivation, die Universitäten von John Hopkins in Baltimore und die University of Chicago neu zu gründen. Studienaufenthalte an deutschen
Universitäten waren fast ein "Muss" für die Besten der akademischen Elite. So studierten W.E.B. Dubois in Berlin, William James bei Wundt in Leipzig und Talcott Parsons in Heidelberg. Bis vor noch gar nicht so langer Zeit war Deutsch Pflichtsprache für amerikanische Chemiker. Und viele Deutsche bzw. Österreicher lehrten in der ersten Hälfte des letzten... [weiterlesen]

 

Engagement: Gratisausbildung für alle

Alle wollen an Universitäten mit der größten Reputation und den besten Ausbildungsmöglichkeiten studieren. Viele in Deutschland sind der Meinung, dies sei auch mit einem kostenlosen Studium möglich. Niemand will amerikanische Verhältnisse, wo das Spektrum an unterschiedlichen Ausbildungsqualitäten und der Höhe von Studiengebühren enorm ist.
Eine universitäre Ausbildung sollte für alle zum Nulltarif möglich sein! Das ist die
Meinung vieler Studenten, mehrerer politischer
Parteien und Hochschulgruppen und aktuell der Teilnehmer am Bildungsstreik.
Aber mit welcher Berechtigung sollte dies so sein?...[weiterlesen]

 

Engagement: Mehr Farbe für das Studium am KIT

Bessere Lernbedingungen, Nachbesserungen bei der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge, intensivere Betreuung - diese Forderungen werden derzeit deutschlandweit von vielen Studierenden in ihrem "Bildungsstreik" in dieser oder in ähnlicher Form artikuliert. Doch trotz der Kritik am deutschen Bildungssystem gibt es positive Entwicklungen, die vielerorts erst durch die Bologna-Reform ermöglicht wurden: die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen

Das House of Competence - Schlüsselqualifikationen
in Lehre...

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sind mehrere Einrichtungen unter dem Dach des House of Competence vereint, darunter das Fernstudienzentrum, das Sprachenzentrum und das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale. Zugleich ist das HoC ein starker Verbund von verschiedenen Ansätzen zur Kompetenzforschung... [weiterlesen]

 

Lehre: Studiengebühren- Wohin sie fließen und was wir wirklich davon haben

Im Gespräch mit Vertretern der Fachschaft

Die Studiengebühren sind ein zentraler Punkt in den derzeitigen Protesten der Studenten deutschlandweit. Der Karlsruher Transfer traf sich mit zwei Vertretern der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften, um das Themengebiet Studiengebühren näher zu beleuchten. Im Jahr 2009 wurden insgesamt rund 13
Millionen Euro an Studiengebühren in Karlsruhe eingenommen. Etwa zur Hälfte fließen diese in zentrale Mittel oder kommen nach einem bestimmten Schlüssel, der sich hauptsächlich an der Zahl der Studierenden orientiert, den Fakultäten zugute. Jede Fakultät kann dabei (mehr oder weniger) frei... [weiterlesen]

 

Lehre. Ein besseres Studium für alle?

Ring Christliche-Demokratischer Stundenten

Seit der Einführung der Studienbeiträge im Sommersemester 2007 in Baden-Württemberg wurden viele teilweise heftige Diskussionen zu diesem Thema geführt. In einigen Städten kam es darüber hinaus zu Protestaktionen seitens der Studenten gegen die Abgabe. Der RCDS (Ring Christlich-Demokratischer
Studenten) Baden-Württemberg ist einer der wenigen Studentenverbände, der
die Einführung von Studienbeiträgen grundsätzlich befürwortet. Trotz der Kritik einiger Studenten an unserer Position sind wir überzeugt, dass die finanzielle Mehrbelastung der Studenten aus verschiedenen
Gründen... [weiterlesen]

 

Engagement: Bildungsproteste in Karlsruhe

Der Stein des Anstoßes kommt aus Österreich. Als vor einigen Wochen Studenten zuerst in Wien, dann in der ganzen Alpennation auf die Straße gehen und Hörsäle besetzen, um auf miserable Studienbedingungen an den
österreichischen Universitäten aufmerksam zu machen, scheint dies Deutschland zunächst nicht zu betreffen. Ein guter Teil der Forderungen sind gegen eine vernachlässigte Bildungspolitik gerichtet, wütende Studenten
kreiden nun den österreichischen Regierungen und Universitätsleitungen
massive Fehler an. Auch in Deutschland gingen Studenten auf die Straße, allerdings bereits im Juli. Damals wurde Kritik am Bologna-Prozess,
dem G8-Abitur, erhöhtem Leistungsdruck und einer Ökonomisierung des Studiums
mit der Forderung nach mehr Investitionen in die Bildung verbunden. Beschwichtigend griff man von Seiten der Politik ein, setzte... [weiterlesen]

 

Wirtschaft: Der Deutsche Qualifikationsrahmen

Vielfalt europäischer Bildungsinitiativen.
Auf europäischer Ebene wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Instrumente zur Steigerung von Transparenz und Mobilität in der Bildung innerhalb der Europäischen Union entwickelt.

  • Um die Mobilität der Studierenden zu fördernetablierte man ein Leistungspunktesystem, das den Transfer von Lernergebnissen im Hochschulbereich unterstützt, das "European Credit Transfer System" (ECTS). Parallel wurden die Bildungsformate im Hochschulbereich vereinheitlicht.
  • Das "European Credit System for Vocational Education and Training" (ECVET)... [weiterlesen]

Wirtschaft: Open Innovation gibt es nicht umsonst

Universitäten sind für Unternehmen interessante Partner, wenn
es um die Nutzung externer Ideen für die eigenen Innovationsprozesse geht. Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH Karlsruhe managt den Transfer zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft und wahrt dabei mit geeigneten Vergütungssmodellen die Interessen von Universität und Erfinder. Hierfür bilden Schutzrechte die Basis - auch bei Softwareerfindungen.... [weiterlesen]

 

Wirtschaft: Mach es einfach!

Aufruf zur Selbstständigkeit - Start Up Cynora

Die Idee, der Wunsch selbstständig zu forschen und Produkte zu
entwickeln, entstand bei mir während meiner Dissertation am Campus
Süd. Ich beriet parallel zu meinem Chemiestudium ein mittelständisches Unternehmen in wissenschaftlichen Fragen und erhielt Einblicke
in die Ideen und Gedanken des Unternehmers, sprach mit Mitarbeitern, Zuliefern
und Kunden. Diese Welt war mir neu und sie faszinierte mich.
Als organischer Chemiker an der Universität war ein sauberes Produkt, ein Einkristall oder ein ausgedrucktes Spektrum das Ziel, doch hier ging es um Produkte... [weiterlesen]